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Nationenpreissieg für perfekte Schweizer

Nationenpreis Falsterbo 2016


von  Florian Brauchli //

Das Schweizer Team hat in überragender Manier den Nationenpreis beim CSIO5* Falsterbo (SWE) gewonnen. Die Equipe von Andy Kistler blieb dabei in der gesamte Konkurrenz ohne einen einzigen Strafpunkt. Mit dem Sieg holt die Schweiz 100 wichtige Punkte für die Nationenpreis-Division I. Den zweiten Platz sicherte sich Schweden mit vier Strafpunkten. Dritte wurden Brasilien, Grossbritannien und die Niederlande mit acht Fehlerpunkten.

Von Anfang an überzeugten die Schweizer Reiter - Janika Sprunger und ihre zehnjährige Holländer-Stute Bonne Chance lieferten zwei brilliante, makellose Runden ab. Und nach ihrem Vorbild zeigt sich auch Werner Muff auf Pollendr von seinen besten Seite. Der mächtig springende Rheinländer-Wallach touchierte kaum eine Stange und kam ebenfalls zweimal makellos ins Ziel.
Der dritte Reiter Paul Estermann konnte sich für seinen verpatzten Auftritt in Rotterdam bestens rehabilitieren. Castlefield Eclipse zeigte sich äusserts vorsichtig und so kamen auch sie mit null und null nach Hause. Romain Duguet verzichtete verständlicherweise im ersten Umgang auf den Start. Die Reprise nutzte er um mit seiner Franzosen-Stute Quorida de Treho eine Trainingsrunde einzulegen. Nach einigen fehlerfrei überwundenen Hindernissen verzichtete er auf die Weiterführung des Parcours.

Die Schweiz musste dennoch bis zum letzten Reiter warten, bis der Sieg feststand. Die bis dahin ebenfalls makellosen Brasilianer patzten aber mit Schlussreiter Marlon Modolo Zanotelli. Sein Team fiel noch auf Rang drei zurück und musste den Ehrenplatz dem schwedischen Heimteam überlassen. "Natürlich bin ich nach diesem Triumph super glücklich. Wir haben den Final in Barcelona erreicht und können uns nun in aller Ruhe auf die Olympischen Spiele in Rio vorbereiten", so Teamchef Andy Kistler.

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Estermann dominiert das grosse Jagdspringen

Bareina


von  Sascha P. Dubach //

Mit einem sensationellen Ritt gewann Paul Estermann im Sattel der zehnjährigen Holländer-Stute Bareina das grosse Jagdspringen am CSIO Schweiz in St. Gallen. Das traditionelle Hauptspringen des Samstags auf dem Gründenmoos fand vor grosser Zuschauerkulisse statt.

Estermann nahm der zweitplatzierten Französin Adeline Hécart mit Question d'Orval fünf Hundertstelsekunden ab. Dritter wurde der Ire Greg Patrick Broderick mit Zuidam.

Das Top-Resultat aus Schweizer Sicht komplettieren Jane Richard Philips mit Zekina Z und Nadja Peter Steiner mit Celeste, die sich mit der identischen Zeit (Jane hatte einen Abwurf) den vierten Platz teilen.

Bereits in der Prüfung zuvor konnte Paul Estermann einen Sieg verbuchen. Mit Castlefield Eclipse gewann er im Stechen vor Pieter Devos (BEL) mit Dax van d'Abdijhoeve. 

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Estermann gewinnt Lyon-Masters

von  (fb) //

Paul Estermann hat die Hauptprüfung vom Samstag am Weltcupturnier in Lyon gewonnen. Im Masters über 160 Zentimeter siegte der Hildisriedener auf Lord Pepsi und sicherte sich die Siegprämie von 25'000 Euro. Zweiter wurde der Franzose Kevin Staut auf Qurack, Dritter der Belgier Pieter Devos mit Dream of India Greenfield.

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Dank Nervenstärke zu Bronze

von  Georges Zehnder //

Aachen 2015

Die Schweizer Equipe hat bei den Europameisterschaften in Aachen die bronzene Auszeichnung hinter Holland und Deutschland gewonnen und sich gleichzeitig den Startplatz bei Olympia gesichert. Erneut lieferten Romain Duguet und Paul Estermann die wichtigen fehlerlosen Runden. Janika Sprunger erreichte das Ziel mit nur einem Springfehler und Martin Fuchs musste seiner Unerfahrenheit und der seines erst neunjährigen Pferdes mit neun Strafpunkten den Tribut zollen.

Die finale Runde war an Dramatik kaum zu übertreffen. Der Fight um die Medaillen blieb bis zum letzten Reiter offen. Weltmeister Holland siegte letztlich verdient und verwies Gastgeber Deutschland auf den Silberplatz. Im Lager der Schweizer herrschte Euphorie über die souveräne Qualifikation für die Olympischen Spiele im nächsten Jahr in Rio de Janeiro, als Kevin Staut als französischer Schussreiter zwei Fehler beging und die Bronzemedaille den Eidgenossen überliess.

Das Team von Equipenchef Andy Kistler steigerte sich nach dem Fehlstart und dem 13. Rang im Jagdspringen nach dem ersten Nationenpreisumlauf auf den sechsten Zwischenrang im Final noch auf den dritten Podestplatz. Es ist die erste EM-Medaille seit dem Titelgewinn 2009 in Windsor.

Dank der konstanten Steigerung sind am Sonntag mit Duguet, Estermann undJanika Sprunger drei Schweizer Paare für den Einzelfinal der 25 besten qualifiziert.

Schlusswertung Mannschaften:

1. Holland, 8,82; 2. Deutschland, 12,40; 3.Schweiz, 18,23; 4. Grossbritannien, 18,99; 5. Frankreich, 21,70; 6. Spanien,25,58; 7. Irland, 25,96; 8. Ukraine, 32,03; 9. Schweden, 44,30; 10.Dänemark, 47,27.

Einzel vor der Finalprüfung vom Sonntag:

1. Sergio Alvarez Moya (ESP), 1,47;2. Cassio Rivetti (UKR), 2,31; 3. Jeroen Dubbeldam (NED), 2,68; 4. RomainDuguet (SUI), 3,66; 5. Pénélope Leprevost (FRA), 4,00; 6. Jur Vrieling(NED), 4,29; 7. Ludger Beerbaum (GER), 4,75; 8. Joe Clee (GBR), 5,00; 9.Grégory Wathelet (BEL), 5,04; 10. Ben Maher (GBR), 5,55; die weiterenSchweizer: 12. Paul Estermann, 5,71; 19. Janika Sprunger, 9,54; 38. MartinFuchs, 18,03

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CS Zug - Estermann entscheidet Championatsprüfung für sich

Paul Estermann und Lord Pepsi
27.05.2015
von  Katja Stuppia //
Erstmals führte der Ka­vallerieverein Zug mit OK-Präsident Ulrich Straub an der Spitze eine Championatsprüfung mit SM-Qualifikation durch. Paul Estermann gewann diese N 155 mit Lord Pep­si vor Alain Jufer mit Radja d’Artemis und Cé­line Stauffer auf Acanthus.

Ausgerechnet zu Beginn des Hauptereignisses der Zu­ger Springkonkurrenz ver­düsterte sich der Himmel über Zug. Bis dahin waren die Wetterbedingungen perfekt gewesen. Die unzähligen Zuschauer sahen wäh­rend vier Tagen ausgezeichneten Springsport und auch viele Klassierungen für Reiter aus der Region.

Rund die Hälfte der 45 Startenden der Hauptprüfung über 155 Zentimeter konn­te den gut klassierenden Parcours noch trockenen Hauptes absolvieren, danach setzten Regen und Wind ein. Nichtsdestotrotz lieferten die Reiter – allen voran der spätere Sieger Paul Estermann und der Zweitklassierte Alain Jufer – auch im Regen fehlerfreie Runden ab. Rechtzeitig zum Stechen hatte der Regen praktisch wieder aufgehört, was das Ganze für alle sichtlich angenehmer gestaltete. Neun Paare empfahlen sich schliess­lich für die alles entscheidende Run­de, die Theo Muff mit Saphyr de Lacs eröffnete. Als Erste auch im Stechen fehlerfrei blieb Céline Stauf­fer mit Acanthus. Ihre Zeit reichte zum Schluss für den dritten Rang und wur­de vorerst nur von Alain Jufer mit Radja d’Artemis um knapp drei Sekunden unterboten. Estermann mit Lord Pepsi liess als Schluss­rei­ter nichts anbrennen. Eine hal­be Sekunde ritt er schneller als Jufer und wur­de vom Publikum frenetisch als Sieger gefeiert. Er war klar Favorit gewesen – hatte 67 Siegwetten auf sich vereint.

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Estermann Dritter im Rotterdam-GP

22.6.2014
von  (fb) //

Nächster grosser Erfolg für Paul Estermann. Nach dem GP-Sieg in St. Gallen steht er in Rotterdam (NED) erneut auf dem Podest. Er musste sich auf Castlefield Eclipse nur dem Franzosen Patrice Delaveau mit Orient Express und Daniel Deusser (GER) mit Cornet d'Amour geschlagen geben. Ebenfalls eine Spitzenklassierung erreichte Jane Richard Philips, die Pablo de Virton im Stechen auf den siebten Platz führte.

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Paul Estermann triumphiert im Grossen Preis der Schweiz

01.06.201417:33 von Sascha P. Dubach //

St Gallen 201421

15 Paare schafften im ersten Umgang des Grossen Preises der Schweiz im Rahmen des CSIO St. Gallen eine fehlerfreie Runde. Darunter auch die vier Schweizer Fabio Crotta, Paul Ester-mann, Romain Duguet und Pius Schwizer.
Bei besten äusseren Bedingungen zeigte Fabio Crotta mit seiner zehnjährigen Stute Rubina VIII bereits als zweiter Starter eine sehenswerte und schnelle fehlerfreie Runde. Der Tessiner über-nahm die Führung, bis Teamkollege Paul Estermann mit seiner zwölfjährigen Stute Castlefield Eclipse einen den schnellsten fehlerfreien Parcours im Gründenmoos zeigte. Estermann musste jedoch noch zittern, denn Sergio Alvarez Moya (ESP) und Zipper waren nur elf Hundertstel-Sekunden langsamer und belegten somit den zweiten Rang. Den tollen dritten Platz konnte sich Fabio Crotta sichern.
Pius Schwizer musste mit Toulago einen, Romain Duguet mit Quorida de Treho zwei Abwürfe in Kauf nehmen, sie beendeten auf dem zwölften, respektive 13. Schlussrang.
Der letzte Schweizer Sieg im Grossen Preis zeigte Christina Liebherr mit No Mercy im Jahr 2008.

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Paul Estermann triumphiert im Longines Grand Prix

Paul Estermann mit Castlefield EclipseZoom auf « Paul Estermann mit Castlefield Eclipse » (ESC-Taste, um das Fenster zu schließen)

Bei herrlichem Sonnenschein und besten Bedingungen zeigte Fabio Crotta als zweiter Starter mit seiner zehnjährigen Stute Rubina VIII eine schnelle und fehlerfreie Finalrunde. Der Tessiner behielt die Führung, bis Teamkollege Paul Estermann mit seiner zwölfjährigen Stute Castlefield Eclipse den schnellsten fehlerfreien Parcours des Nachmittags im Gründenmoos zeigte. "Ich bin volles Risiko gegangen. Heute hat alles gepasst. Für mich ist das der grösste Sieg.", meinte der überglückliche Sieger.

Sergio Alvarez Moya (ESP) und Zipper kamen ihm am nächsten. Mit nur elf Hundertstelsekunden Rückstand belegten sie den zweiten Rang.

Gp Results Csio st Gallen 2014 (PDF, 115 KB)

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Schweizer Sieg zum Saisonauftakt

2.05.2014
von  Georges Zehnder //
Der Schweizer Springreiter-Equipe gelang in Lummen ein vorzüglicher Start in die neue Saison und siegte im Nationenpreis von Belgien. Da diese Prüfung für die Schweizer als eine von vier Qualifikationen für den Final von Mitte Oktober in Barcelona gültig war, erhielt der Sieg eine zusätzliche Bedeutung.

Die Basis zum Erfolg legten Pius Schwizer mit Toulago, Romain Duguet mit Quorida de Treho und Paul Estermann mit Castlefield Eclipse, die in jeder der beiden Runden ohne jeden Makel blieben. Olympiasieger Steve Guerdat brauchte als Schlussreiter seine Schimmelstute Nasa gar nicht zu satteln. Frankreich, das erst nach einem Fehler der Schlussreiterin Pénélope Leprovost mit Dame Blanche die mögliche Barrage gegen die Eidgenossen verpasste, belegte den zweiten vor den beiden punktgleichen Teams von Irland und Belgien.

Andy Kistler, der erstmals als verantwortlicher Equipenchef im Einsatz stand, freute sich selbstredend über den geglückten Einstand. «Besser hätte der Start in die neue Saison nicht gelingen können. Die Reiter haben einen hervorragenden Job gemacht.»

In der Zwischenwertung des Nations Cup führt die Schweiz vor dem letztjährigen Finalsieger Frankreich, Belgien, Spanien und Schweden.

1. Schweiz 0 (0+0): Pius Schwizer, Toulago (0/0); Romain Duguet, Quorida de Treho (0/0); Paul Estermann, Castlefield Eclipse (0/0); Steve Guerdat, Nasa (verz./verz.).
2. Frankreich 4 (0 + 4)
3. Irland 12 (12 + 0)
3. Belgien 12 (8 + 4)
5. Holland 16 (0 + 16)
6. Spanien 19 (15 + 4)
7. Schweden 21 (8 + 13)
8. Grossbritannien 33 (16 + 17)

Zwischenwertung nach einer Qaulifikation:
1. Schweiz, 100
2. Frankreich, 90
3. Belgien 75
4. Spanien, 55
5. Schweden, 50.

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Erfolgreich in Salzburg

GP Salzburg

von  Georges Zehnder //
Die Schweizer Reiter prägten das Geschehen in Salzburg. Paul Estermann siegte im Grand Prix des CSI4*, Martin Fuchs erzielte den Ehrenplatz im Weltfinal des EY-Cups, Simone Buhofer gewann den GP YR/J und Marcela Krinke Susmelj liess sich als Siegerin in GP und GP Spécial feiern.

Paul Estermann und seine elfjährige Irländer-Stute siegten im Grand Prix des CSI Salzburg souverän. Die zeitliche Differenz zum zweitplatzierten Südafrikaner Oliver Lazarus mit Pour le Poussage betrug über eine und zur drittplatzierten Meredith Michaels-Beerbaum (GER) mit Bella Donna gar über zehn Sekunden. Als Lohn für seinen Triumph durfte der 50-jährige Luzerner mit einem Mercedes Coupé CLA aus der Arena fahren. Mit Romain Duguet schaffte ein zweiter Schweizer den Aufstieg ins Stechen der mit 100000 Euro dotierten Prüfung. Nach drei Abwürfen blieb ihm mit Otello du Soleil der siebte Schlussrang und eine Prämie von 3000 Euro. Für einen weiteren helvetischen Vollerfolg bei den Vierstern-Prüfungen war Beat Mändli besorgt, der mit Callisto ein Springen nach Fehlern und Zeit für sich entschied.

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Roger Yves Bost Europameister – Rang 7 und 8 für die Schweizer

 von  Georges Zehnder //
Der 47-jährige Franzose Roger Yves Bost heisst der neue Europameister. Mit der 13-jährigen Franzosen-Stute Myrtylle Paulois, 2012 Sieger im GP von Basel, blieb er in allen fünf Runden ohne Abwurf und triumphierte vor den beiden Briten Ben Maher mit Cella und Scott Brash mit Hello Sanctos.

Ben Maher führte bis vor der letzten Wertung und fiel wegen einem Versehen in der ersten Runde auf den zweiten Platz zurück. Sein Landsmann Brash verbesserte sich dank dem einzigen Doppelnuller in der abschliessenden Prüfung über zwei Umläufe vom zehnten auf den Bronzeplatz.

Janika Sprunger und Steve Guerdat erzielten die Positionen sieben und acht. Die Baselbieterin musste mit Palloubet d’Halong einen Abwurf und eine kleine Zeitstrafe hinnehmen. Guerdat, der mit Nino des Buissonnets eine souveräne erste Runde zeigte und auf den dritten Zwischenrang vorstiess, verspielte die mögliche Medaille in der abschliessenden Dreierkombination in der zweiten Runde. Sein Pferd refüsierte vor dem mittleren Oxer und riss beim zweiten Anreiten eine Stange. Der Olympiasieger fiel auf den achten Rang zurück.

Pius Schwizer mit Picsou du Chêne und Paul Estermann mit Castlefield Eclipse fielen in der ersten Runde aus der Entscheidung. Schwizer patzte an den beiden kniffligen Steilsprüngen am Schluss des Kurses und Estermann totalisierte 14 Strafpunkte. Schwizer und Estermann verzichteten auf die zweite Runde und belegten die Plätze 20 und 22.

Schlussklassement:
1. Roger-Yves Bost (FRA) 1,58
2. Ben Maher (GBR) 4
3. Scott Brash (GBR) 6,72
4. Rolf-Göran Bengtsson (SWE) 9,63
5. Daniel Deusser (GER) 11,01
6. Ludger Beerbaum (GER) 11,34
7. Janika Sprunger (SUI) 14,32
8. Steve Guerdat (SUI) 16,29
9. Michael Whitaker (GBR) 16,46
10. Luca Maria Moneta (ITA) 20,99
20. Pius Schwizer (SUI) 18,89 nach der 1.Runde
22. Paul Estermann (SUI) 22,84
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Rückschlag auf Platz fünf

von  Georges Zehnder //
Die Schweizer Springreiter haben bei den Europameisterschaften im dänischen Herning ihre gute Ausgangslage verspielt und sind auf den fünften Schlussrang zurückgefallen. Keines der vier Paare blieb fehlerfrei. Schwizer, Estermann und Guerdat beendeten den schwierigen und langen Parcours mit jeweils vier Strafpunkten, Janika Sprunger musste lediglich einen Zeitstrafpunkt akzeptieren.

Verständlicherweise zeigte sich das Quartett sehr enttäuscht, weil die Strafpunkte wegen Reiterfehlern entstanden. Schwizer ritt zu dicht an einen Oxer, bei Estermann war die Distanz beim Abwurf zu gross und Guerdat musste den Wasserfehler hinnehmen, weil er zu nahe an den Graben ritt.

Olympiasieger Grossbritannien gewann zum fünften Mal Teamgold und verwies Titelverteidiger Deutschland auf den zweiten und Schweden auf den dritten Platz.

In der Einzelwertung liegt weiterhin der Brite Ben Maher an der Spitze. Innerhalb eines Springfehlers folgen Roger Yves Bost, Rolf-Göran Bengtsson, Daniel Deusser und Ludger Beerbaum.

Alle vier Schweizer Paare sind somit für den Einzelfinal vom Samstag qualifiziert.

Endstand Teamklassement:
1. Grossbritannien 12,18
2. Deutschland 12,77
3. Schweden 13,44
4. Frankreich 15,14

5. Schweiz 17,45
Pius Schwizer/Picsou du Chêne 1+4
Paul Estermann/Castlefield Eclipse 0+4
Janika Sprunger/Palloubet d’Halong 0+1
Steve Guerdat/Nino des Buissonnets 0+4

6. Holland 22,61
7. Italien 33,84
8. Belgien 33,88
9. Irland 42,42
10. Spanien 44,77

Zwischenstand Einzelklassement:
1. Ben Maher (GBR) 0
2. Roger-Yves Bost (FRA) 0,58
3. Rolf-Göran Bengtsson 1,63
4. Daniel Deusser (GER) 2,01
5. Ludger Beerbaum (GER) 3,34
6. Steve Guerdat (SUI) 4,29
7. Janika Sprunger (SUI) 4,32
8. Patrice Delaveau (FRA) 5.66
9. Jur Vrieling (NED) 5,70
10. Scott Brash (GBR) 6,72
12. Paul Estermann (SUI) 8,84
16. Pius Schwizer (SUI) 9,89
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Vorstoss auf Platz zwei

von  Georges Zehnder //
Die Schweizer Springreiter haben sich bei den Europameisterschaften im dänischen Herning im ersten Umlauf des Nationenpreises auf Platz zwei verbessert und die Chancen auf einen Medaillengewinn gewahrt. Der Rückstand auf die führenden Briten ist minimal und der Vorsprung auf einen Platz auf dem Podest beträgt mehr als einen Springfehler.

Steve Guerdat mit Nino des Buissonnets, Janika Sprunger mit Palloubet d’Halong und Paul Estermann mit Castlefield Eclipse blieben ohne jeden Makel. Pius Schwizer ritt auf Picsou du Chêne mit nur einem Zeitstrafpunkt ins Ziel. Dank dem blanken Konto stiess das Team auf Platz zwei hinter Grossbritannien und vor Frankreich vor.

Die Differenz auf Deutschland (4.) beträgt mehr als einen und auf Holland (6.) mehr als zwei Springfehler.

In der Einzelwertung hat sich auf den ersten drei Positionen nichts verändert. Maher führt vor Guerdat und Bost. 13 Paare liegen noch innerhalb eines Springfehlers. Alle vier Schweizer Paare sind auf Finalkurs, der den 25 Besten vorbehalten ist.

Teamklassement:
1. Grossbritannien 8,18
2. Schweiz 8,45
Pius Schwizer/Picsou du Chêne 1
Paul Estermann/Castlefield Eclipse 0
Janika Sprunger/Palloubet d’Halong 0
Steve Guerdat/Nino des Buissonnets 0
3. Frankreich 11,14
4. Deutschland 12,77
5. Schweden 13,44
6. Holland 16,61
7. Italien 16,84
8. Belgien 16,88
9. Irland 22,42
10. Spanien 23,77

Einzelklassement:
1. Ben Maher (GBR) 0
2. Steve Guerdat (SUI) 0,29
3. Roger-Yves Bost (FRA) 0,58
4. Rolf-Göran Bengtsson 1,63
5. Luciana Diniz (POR) 1,85
10. Janika Sprunger (SUI) 3,32
15. Paul Estermann (SUI) 4,84
20. Pius Schwizer (SUI) 4,89
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Geglückter EM-Start für die Schweiz

Steve_guerdat

von  Georges Zehnder //

Die Schweizer Springreiter sind gut zu den Europameisterschaften gestartet. Nach der ersten Wertungsprüfung, die allerdings nicht überbewertet werden darf, liegt das Team an dritter Stelle und somit auf Medaillenkurs.

Eine Klasseleistung zeigte Steve Guerdat. Der Olympiasieger führte sein Goldpferd Nino souverän durch den Parcours und steht im Einzel an der zweiten Position. Startreiter Pius Schwizer lieferte das Streichresultat und meinte: «Es war ein langer Parcours und ich kam ideal zur Dreifachen. Der Fehler war ein Konzentrationsfehler meines Pferdes». Paul Estermann musste den einzigen Abwurf ebenfalls in dieser Kombination hinnehmen. «Ich hatte ein gutes Gefühl. Wahrscheinlich machte ich beim Aussprung zu viel Druck», kommentierte Estermann.

Eine sehr gute und makellose Runde zeigte Janika Sprunger. Sie dosierte geschickt zwischen Angriff und Sicherheit. Mit weniger als einem Springfehler Rückstand liegt sie auf dem 21. Rang. Sehr zufrieden äusserte sich auch Equipenchef Urs Grünig: «Wir sind optimal gestartet. Wir haben eine gute Ausgangslage auch wenn uns die zwei Fehler einige Punkte gekostet haben.

In Führung liegt Frankreich mit dem komfortablen Vorsprung von mehr als einem Fehler.

Zwischenwertung Team-Klassement:

1. Frankreich 3,14
2. Grossbritannien 8,18
3. Schweiz 8,45
Pius Schwizer (Picsou du Chêne), 86,10
Paul Estermann (Castlefield Eclipse), 85,99
Janika Sprunger (Palloubet d’Halong), 82,95
Steve Guerdat (Nino des Buissonnets), 76.89
4. Deutschland 8,77
5. Italien 8,84
6. Irland 9,42
7. Schweden 9,44
8. Spanien 11,77
9. Holland 12,61
10. Belgien 12,88

Zwischenwertung Einzelklassement:

1. Ben Maher (GBR) 0
2. Steve Guerdat (SUI) 0,29
3. Roger-Yves Bost (FRA) 0,58
4. Luciana Diniz (POR) 0,85
5. Kevin Staut (FRA) 0,90
21. Janika Sprunger (SUI) 3,32
31. Paul Estermann (SUI) 4,84
34. Pius Schwizer (SUI) 4,89
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Link auf die offizielle Webseite der EM in Herning


Zeitplan der EM in Herning 2013

Zeitplan (PDF, 66 KB)

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Edelmetall im Visier

von  Georges Zehnder //


Wie vor vier Jahren in Windsor werden die Europameisterschaften im Springen
und in der Dressur gleichzeitig und an gleicher Stätte im dänischen Herning ­aus­getragen. Die beiden Championate finden vom 20. bis 25. August statt. Die
Springreiter machen sich Hoffnungen auf Edelmetall. Bescheidener sind die Ansprüche in der Dressur. Klassierungen in den Top Ten sind die Zielvorgabe.

Die Schweizer Springreiter sind in der Geschichte der Springreiter EM seit 1957 die zweiterfolgreichste Mann­schaft hinter Deutschland. Vier Mal Teamgold gewannen die Eidgenossen, letztmals vor vier Jahren in Windsor. Selbstredend möchten sie auch bei der 32. Austragung des Championats bei der Vergabe der Medaillen entscheidenden Einfluss nehmen. Nebst Olympiasieger Steve Guerdat mit Nino des Buissonnets stehen Paul Estermann mit Castlefield Eclipse, Pius Schwizer mit Picsou du Chêne und Janika Sprunger mit Palloubet d’Halong in der Mannschaft. Als Reservistin reist Christina Liebherr mit Callas Sitte nach Herning.
Obwohl die Schweizer mit Carlina, Powerplay und Verdi von Pius Schwizer sowie Kiamon von Werner Muff wegen Verkäufen und dem verletzten West Side von Clarissa Crotta gleich fünf Spitzenpferde für das Championat verloren haben, treten sie mit Zuversicht an. «Der Qualifikationssieg in der europäischen Topliga verleiht uns zusätzlich Motivation», sagt Equipenchef Urs Grünig. Allerdings treffen sie mit Rekordsieger Deutschland, Frankreich, Holland, Irland und Schweden auf eine leis­tungsstarke Gegnerschaft. Zum Favoritenkreis zählt auch Grossbritannien, auch ohne Teamleader Nick Skelton. Das hat die Mannschaft mit dem Sieg im Nationenpreis von Dublin am letzten Wochenende bewiesen.

Einzelmedaille für Olympiasieger Guerdat?

Noch offener als im Team-Wettbewerb präsentiert sich die Ausgangslage im Einzel. Der schwedische Titelverteidiger Rolf-Göran Bengtsson setzt auf Casall und sieht sich von mehr als einem Dutzend starken Reitern herausgefordert. Zu ihnen zählen auch die beiden Schweizer Steve Guerdat und Janika Sprunger. Der Olympiasieger hat seinem Spitzencrack Nino des Buissonnets lange Pausen gegönnt und ihn behutsam für die Titelkämpfe aufgebaut. Wie Paul Estermann mit der mehr als einen Monat verletzten Stute Castlefield Eclipse unterzog er den Franzosen-Wallach am vergangenen Sonntag in der Championatsprüfung von Galgenen einem erfolg­reichen Formtest. Janika Sprunger bewies ihre Leistungsfähigkeit mit dem zweiten GP-Platz in Aachen und verfügt mit dem zehnjährigen Palloubet d’Halong über eines der weltbesten Pferde.
Die letzte Schweizer Einzelmedaille holte 2005 Christina Liebherr. Mit No Mercy eroberte sie in San Patrignano Silber. Die bisher einzige goldene Auszeichnung gewann 1993 Willi Melliger in Gijon mit Quinta.

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EM-Teams selektioniert

von Sascha P. Dubach //

EM Team 2013 selektioniert

Die Selektionskommissionen Dressur und Springen des Schweizerischen Verbandes für Pferdesport (SVPS) haben die Selektionen für die Europameisterschaften der Elite vorgenommen, die vom 20. bis 25. August in Herning (DEN) ausgetragen werden.
Die Europameisterschaften der Dressur- und Springreiter werden in diesem Jahr gemeinsam in Herning (DEN) ausgetragen. Die Mannschaftsmedaillen werden in beiden Disziplinen am Donnerstag vergeben, die Einzelfinals bestreiten die Springreiter am Samstag, den Abschluss in der Dressur macht die Kür am Sonntag.
Es wurden die folgenden Mannschaften selektioniert:

Springen
- Paul Estermann (Hildisrieden LU) mit Castlefield Eclipse
- Steve Guerdat (Herrliberg ZH) mit Nino des Buissonnets
- Pius Schwizer (Oensingen SO) mit Picsou du Chêne
- Janika Sprunger (Bubendorf BL) mit Palloubet d’Halong
- Christina Liebherr (Bulle FR) mit L.B. Callas Sitte Z (Reserve)
Die Mannschaft wird von Urs Grünig als Equipenchef geleitet.

Dressur
- Caroline Häcki (Obfelden ZH) mit Rigoletto Royal CH
- Melanie Hofmann (Grasswil BE) mit GB Cazzago C CH
- Marcela Krinke Susmelj (Ebikon LU) mit Smeyers Molberg
- Hans Staub (Obfelden ZH) mit Warbeau
Die Mannschaft wird von Michel d’Arcis als Equipenchef geleitet.

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Ein paar Eindrücke des offiziellen Empfangs vom Olympiateilnehmer Paul Estermann welcher durch die Gemeinde Hildisrieden und vom KRV Sempach organisiert worden ist.
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Stilist im Sattel

Pferdewoche Nr. 31/2012 von Sonja Grob //


Wäre vor einigen Monaten Paul Estermanns Name erwähnt worden als möglicher Reiter für die Olympischen Spiele in London, hätte dies wohl Erstaunen ausgelöst. Zuerst als Ersatzreiter im Team ist er jetzt als Fixstarter der Mannschaft in London. Der Stilist aus dem Kanton Luzern ist einfach «happy» und freut sich auf diese Herausforderung.

Zu diesem Entscheid trugen sei­ne überragen­den Leis­tungen mit Castlefield Eclipse, kurz Milly genannt, bei. An den Nationenpreisen in Rom (ITA), Rotterdam (NED) und Aachen (GER) gelang dem Paar in allen Um­gängen fehlerfreie Durchgänge, was wohl noch keinem Schweizer Reiter bisher gelungen ist. So lag es auf der Hand, dass Paul Estermann ins Team «aufstieg». Zu dieser Nomination sagte er einfach: «Ich bin total happy», und freut sich auf seine ersten Olympischen Spiele.

Paul Estermann und sein Top-Crack Milly

Paul Estermann und sein Top-Crack Castlefield Eclipse, genannt "Milly".

Lärm macht sie hysterisch

Fünfjährig kaufte Arturo Fasana, der in Genf wohnt, in Irland die hübsche Stute Castlefield Eclipse bei Paul O’Shea, wo sie die nächsten zwei Jahre blieb und von ihm weiterhin geritten wurde. Als dieser nach Amerika ging, entschloss sich ihr Besitzer, sie in die Schweiz zu holen. Am Anfang ritt Fasanas Tochter Jocelyne Milly, doch dies klappte nicht so gut. Jürg Notz war es, der Paul Estermann informierte, dass Arturo Fasana jemanden suche, der aus ihr «was mache». Und so kam Milly im Februar 2011 nach Traselinge. Rückblickend umschreibt Paul sie als relativ schwierig, da sie immer «sehr heiss» wurde und viel Vorwärtsdrang hat. Die Arbeit mit ihr war bald erfolgreich und auf Turnieren zeigte sie immer einen tollen Einsatz. «Sie ist leistungsbereit, ehrgeizig und extrem lieb», charakterisiert er sein zurzeit bestes Pferd im Stall. Ausser wenn es sehr lärmig wird oder «es tschädderet», fügt er an. «Da ist sie innert Sekunden von 0 auf 100, ohne dass ich manchmal realisiere was passiert ist – dann wird sie total hysterisch.» Dann muss er schau­en, dass er dem Lärm ausweichen kann und warten, bis sie wieder ruhig wird. Inzwischen steht neben den Pferden, die Paul Estermann reitet, mit dem zwölfjährigen Hengst Ma­loubet du Temple das zwei­te aus dem Besitz von Arturo Fasana bei ihm. Und hat bereits einige schwere­re Prüfungen gut gemeis­tert.

Paul und Mutter Martha

Ein liebevolles Verhältnis pflegt Paul Estermann zu seiner Mutter Martha.

Traumberuf Bauer

Auf dem 14 Hektaren grossen Landwirtschaftsbetrieb seiner Eltern wuchs Paul Estermann mit seinem Zwillingsbruder und drei Schwestern auf. Kühe und Schweine gab es, Pferde jedoch nicht mehr. Trotzdem wollte Paul, für den schon früh feststand, dass er Bauer werden wollte, reiten. Um diesen Wunsch zu erfüllen, bekamen er und sein Bruder, als sie zehn waren, zusammen ein Shetland-Pony, auf dem die ersten Reitversuche gemacht wurden. Für den Bruder war diese Episode schnell vorbei, das Fuss­ballspielen war interessanter, doch der Grundstein für Pauls weiteren Weg war gelegt. Bereits mit 18 Jahren erwarb er die nationale Lizenz und wurde bald ins Kader der Springreiter aufgenommen. In dieser Zeit folgte seine Ausbildung zum Landwirt. Der Vater war gesundheitlich angeschlagen und sein Wunsch, dass Paul den Betrieb über­nehmen sollte, erfüllte sich für ihn 1987. Bereits drei Jahre später musste Martha Estermann viel zu früh ihren Gatten und die Kinder ihren Vater zu Grabe tragen. Paul bringt seit jener Zeit die Landwirtschaft, den Reitbetrieb sowie den Spring­sport dank guter Organisation bestens unter einen Hut. Dass er dies problemlos meisterte, zeigte sich mit seinen Erfolgen im Sport. Mit Piquet gewann er 1994 den GP am CSIO Lissabon. Und mit seinem früheren Spitzenpferd Flying Shark, der heute mit 24 Jahren bei bester Gesundheit seinen Ruhestand im Tessin geniesst, feierte er 1997 als grössten Triumph den Sieg im Grossen Preis in Rotterdam.

Gerne setzt er sich selber hinter das Steuerrad des Traktors, um den Platz zu pflegen oder zu mähen.

Das eigene Reitsportcenter

Die Idee, auf seinem Land eine Reithalle zu realisieren, war schon lange im Kopf des jungen Paul Estermanns. 1995 bewilligte die Gemeinde Hildisrieden die Umzonung von der Landwirtschaftszone in die Sport- und Freizeitzone. Er erklärt, dass dies auch dank der Planung und dem Bau des Golfplatzes möglich war. Es folgte die Abklärung der Kosten und er merkte, dass er eine Realisation finanziell nicht alleine tragen konnte. Die Idee verlief zuerst im Sand, bis er in Pferdebesitzern, für die er noch heute Pferde reitet, Unterstützung erhielt. Gemeinsam mit Eugen Kessler und Maria und Bruno Traber folgte die Gründung des Reitsportcenters Hildisrieden AG und die Realisation nahm Gestalt an. Mit der Einweihung 2001 war dieser grosse Schritt getan und das moderne Gebäude steht unübersehbar an der Hauptstrasse, die durch Traselinge führt.


Herrliche Aussicht

Mit herrlicher Sicht in die Berge liegt das Reitsportcenter auf der Anhöhe in Traselinge.

Angefügt an die 30 mal 60 Meter grosse Halle ist der Stalltrakt mit 28 Boxen, die mit modernster Technik bewirtschaftet werden. Von den Ausläufen her und auf dem grossen Sandviereck schweift der Blick bei schönem Wetter über grüne Wiesen in die Berge und man sieht sofort, dass hier auf Ordnung grossen Wert gelegt wird. Daran haben sich die Angestellten zu halten, erklärt der «Chef». «Ich erwarte schon einiges und wenn dies nicht erfüllt wird, kann ich auch grantig werden.» Und lachend fügt er an: «Ich bin ein ­bisschen stur.» Wenn Paul Estermann nicht an Turnieren unterwegs ist, ist er daheim mit seinem ­Betrieb voll ausgelastet. Reitstunden für seine Schülerinnen und Schüler stehen auf dem Programm sowie das Arbeiten mit den 14 Pferden, die in seinem Beritt sind. Hier stehen ihm neben dem Irländer Trevor drei weitere Pfleger und Bereiter zur Seite. Neben all den Pferden gilt es, die Felder zu bewirtschaften. Eigenes Heu, Stroh und Getreide wird hier produziert. Und wenn es die Zeit erlaubt, ist der Hausherr persönlich auf dem Traktor unterwegs. «Als Abwechslung mache ich das sehr gerne», erklärt er. Wenn er mit seinen Pferden auf Turnieren unterwegs ist, springen die Nachbarn ein, mit denen er freundschaftliche Beziehungen pflegt. Eine enge Beziehung besteht zwischen ihm und dem Kavallerie- und Reitverein Sempach und Umgebung. Zum zehnten Mal fanden anfangs Jahr die Pferde­sport­tage Hildisrieden statt, dies mit grosser Unterstützung durch die Vereinsmitglieder. Nach Wetterpech verlegte der Verein vor einigen Jahren seinen eigenen Concours von der Wiese am Sempachersee ins Reitsportcenter und seither wird er hier durchgeführt. Im Winter besuchen die Mitglieder die von Paul Estermann organisierten Kurse und sind auch sonst viel auf seiner Anlage, um zu trainieren.


Einen kurzen Weg zur Arbeit hat Paul Estermann vom seinem Wohnhaus, welches gegenüber der Anlage liegt.

Kein Hausmann

Gegenüber vom Reitsportcenter steht sein Elternhaus, wo er einen Teil seiner seltenen Freizeit verbringt. Blumen schmücken den Eingang und man kann davon ausgehen, dass diese von Pauls Mutter, die er liebevoll «Müeti» nennt, gepflegt werden. Denn der ruhige Luzerner wohnt hier alleine. Seine 20-jäh­rige Tochter Bianca aus ­einer früheren Beziehung lebt bei ihrer Mutter in Rothenburg und zu beiden hat er ein sehr gutes Verhältnis. Heute ist er Single und fühlt sich ganz zufrieden. Er ist so beschäftigt, dass es ihm an nichts fehlt. «Wenn man so lange wie ich allein ist, wird es auch schwierig mit einer neuen Beziehung», erklärt er seinen momentanen Zivilstand. Und fügt lachend hinzu: «Man hat halt so seine Mödeli!» Am Kochherd sieht man ihn eher selten, «Brot und Chäs reichen mir», und dazu Unmengen von Kaffee! Dafür geniesst er ein gutes Essen mit Freunden, wo ihm die Gemütlichkeit wichtig ist. Dies findet er mit Kollegen aus der Reiterszene und mit alten Schulkollegen, wo sich dann die Gesprä­che nicht nur um Pferde drehen.

Spärliche Freizeit

Freizeit ist eher ein Fremdwort in seinem Vokabular, ab und zu Schwimmen für die Fitness liegt drin. Das Skifahren ist aus Zeitgründen in den Hintergrund gerückt und er schafft es nicht oft, zu sagen: «So, morgen bin ich mal nicht da.» Er sieht immer irgendwo Arbeit und denkt, das sollte noch erledigt werden. Und doch, für die Maschine, die er dann vorführt, nimmt er sich manchmal die Zeit. Der unverkennbare Ton seiner Harley Davidson ertönt, als er das Motorrad für den Fototermin vor die Reithalle fährt. Ab und zu schwingt er sich in diesen Sattel und fährt los. Über einen Pass, gemütlich einen Kaffee trinken und wieder nach Hause. «Einfach abschalten.»


Pauls Harley

Wenn es die Zeit erlaubt, schwingt er sich in den Sattel seiner Harley.

Total happy

In einem Radio-Interview vor kurzem erklärte Paul, dass wohl jeder Sportler darauf hofft, einmal an Olympischen Spielen teilnehmen zu können. Dank seinen Topleistungen mit Milly hat er dies erreicht und freut sich nun, dass es losgeht. Seine Ziele sind klar: «Ich will eine Topleis­tung abrufen können, mit der Mannschaft eine Medaille anpeilen und im Einzel den Final erreichen.»

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SVPS - Olympia Newsletter / Nr. 7 vom 8. August 2012

Steve Guerdat ist Olympiasieger!

Was für eine Versöhnung mit den Olympischen Spielen in London nach der Enttäuschung über den vierten Rang der Schweizer Springreiter im Mannschafts-Wettbewerb: Im Einzel-Final gewinnt Steve Guerdat auf Nino des Buissonnets mit dem einzigen Doppelnuller des Tages sensationell die Goldmedaille.
«Seit ich ein Kind war, habe ich von diesem Augenblick geträumt und daraufhin gearbeitet. Ich wusste, dass mein Pferd in ausgezeichneter Form ist und ich hier in London eine Chance haben würde. Aber wenn der Traum dann wahr wird, ist es einfach nur unglaublich, ein wunderschönes Gefühl», sagte der 30-jährige Jurassier, der seit 2007 in Herrliberg ZH lebt. Der 11-jährige Selle-Français-Wallach Nino des Buissonnets wird ihm vom Zürcher Urs E. Schwarzenbach zur Verfügung gestellt.
Die Basis für seinen Erfolg hatte Steve Guerdat bereits im ersten Final-Durchgang, für den sich insgesamt 37 Reiter aus 19 Nationen qualifiziert hatten, mit einem von insgesamt nur sechs fehlerfreien Ritten gelegt. Auch Pius Schwizer blieb mit Carlina IV ohne Hindernisfehler, musste sich allerdings einen Strafpunkt für Zeitüberschreitung anschreiben lassen. Bei Paul Estermann und Castlefield Eclipse waren es 5 Strafpunkte nach einem äusserst knappen Fehler am Wassergraben und ebenfalls einer geringen Zeitüberschreitung. Im zweiten Durchgang musste der 49-jährige Luzerner erneut 5 Strafpunkte in Kauf nehmen und beendete sein Championats-Debüt auf dem 17. Schlussrang. Pius Schwizer verlief es in der Reprise nicht nach Wunsch: Er verzeichnete neben einem Fehler beim Einsprung in die Dreierkombination auch einen Abwurf am nachfolgenden Hindernis und beendete den olympischen Einzelwettkampf auf Rang 12.
Steve Guerdat gelang als viertletztem Starter erneut ein souveräner Nullfehlerritt, beim dem keine einzige Stange wackelte. Es sollte der einzige Doppelnuller des Tages bleiben, womit kein Stechen um die Gold-Entscheidung nötig war. «Nino und ich wären aber auch dafür bereit gewesen», sagte Guerdat. Dafür musste um Silber und Bronze gestochen werden, wobei der Holländer Gerco Schröder mit dem Pferd London den Iren Cian O’Connor auf Blue Loyd schlug.
«Dieser Olympiasieg ist ein grossartiger, ein historischer Moment für den Schweizer Pferdesport und ich gratuliere Steve Guerdat von ganzen Herzen», sagte Charles F. Trolliet, Präsident des Schweizerischen Verbandes für Pferdesport, der den denkwürdigen Augenblick im Greenwich Park vor Ort mitverfolgt hatte.
Bisher gab es erst einmal Olympia-Gold im Einzel-Springen für die Schweiz: 1924 in Paris durch Oberleutnant Alphonse Gemuseus mit Lucette. Darauf folgten je eine Bronze-Medaille in den Jahren 1928 durch Charles Kuhn mit Pepita und 1984 durch Heidi Robbiani mit Jessica V sowie Silber 1996 in Atlanta durch Willi Melliger mit Calvaro V. Damit ist das Gold von Steve Guerdat die fünfte Einzel-Medaille im Springen für die Schweiz.
Für Steve Guerdat und die Schweizer Springreiter findet morgen, Donnerstag, 9. August, am frühen Abend am Flughafen Zürich-Kloten ein Empfang statt – Fans und Gratulanten sind herzlich willkommen! Weitere Infos folgen morgen im Verlauf des Vormittags.

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Enttäuschende Premiere für Estermann

NLZ: Enttäuschende Premiere für Estermann 7.08.2012 (PDF, 3.33 MB)

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SVPS - Olympia Newsletter / Nr. 6 vom 6. August 2012

Undankbarer 4. Rang für die Schweizer Springreiter


Die Enttäuschung ist gross: Den Schweizer Springreitern, die nach der ersten Runde im Nationenpreis noch auf Medaillenkurs gelegen hatten, blieb nach dem heutigen zweiten Umgang lediglich der undankbare vierte Rang – mit nur zwei Punkten Rückstand auf die Bronzemedaille, die an die Mannschaft aus Saudi Arabien ging. Im Stechen um Gold schlug Gastgeber Grossbritannien das Team aus den Niederlanden.
«Wir sind enttäuscht, dass wir die gute Ausgangslage nicht nutzen konnten. Wir haben heute ganz einfach einen Fehler zu viel gemacht und uns hat das nötige Glück gefehlt, das es zum Gewinn einer Medaille eben auch braucht», sagte Equipenchef Urs Grünig.
Wovon Urs Grünig sprach, konnte man bereits bei Startreiter Steve Guerdat sehen. Der 30-jährige Jurassier, dem man die Entschlossenheit bereits beim Einreiten ansah, startete erneut sehr sicher mit einem ausgezeichnet springenden Nino des Buissonnets. Beim Hindernis Nr. 11, einem grün-weissen Oxer, touchierte der Wallach die oberste Stange nur ganz leicht und sie fiel trotzdem in den Sand. Grosses Pech war auch, dass die beeindruckende Nullfehler-Serie von Paul Estermann und Castlefield Eclipse, die im Mai in Rom begonnen hatte, ausgerechnet im Olympia-Final zu Ende ging. Die sprunggewaltige Stute kam zwar gut in die Dreierkombination, trotzdem fiel die Stange beim Aussprung. Ein zweiter Abwurf resultierte, als das Paar etwas gross über den mächtigen Busch-Oxer setzte. Dieses Ergebnis kann sich der 49-jährige Luzerner, der nichtsdestotrotz ein tolles Olympia-Debüt zeigte, nicht erklären: «Ich hatte eigentlich sowohl beim Abreiten wie auch im Parcours ein gutes Gefühl.» Das gleiche trifft auf Werner Muff zu, der mit Kiamon nach einer guten ersten Parcourshälfte gleich drei Abwürfe in Kauf nehmen musste. Nach drei Teamreitern stand bereits fest, dass die Schweiz von Grossbritannien, Holland und Saudi Arabien aus den Medaillen-Rängen verdrängt wurde. Der souveräne Nullfehlerritt von Pius Schwizer und Carlina IV, der zweite nach gestern, sicherte der Schweiz zwar noch den 4. Rang, brachte für die Medaillenentscheidung aber nichts mehr. «Natürlich bin ich sehr zufrieden mit meiner Runde, Carlina ist grossartig gesprungen. Aber ich ärgere mich, dass mein Nuller die Teamleistung nicht noch weiter verbessern konnte», sagte Schwizer.
«Wir müssen uns nun möglichst schnell von dieser Enttäuschung erholen und uns auf den Einzelfinal konzentrieren», sagte Urs Grünig. Nach einem Ruhetag steht am Mittwoch, 8. August, der Einzelfinal über zwei Runden auf dem Programm. Unter den 35 besten Paaren, die für die erste Runde startberechtigt sind, sind auch Paul Estermann, Steve Guerdat und Pius Schwizer, die mit total je 8 Strafpunkten zusammen mit acht weiteren Reitern auf dem Rang 11 liegen. Im Einzelfinal starten sämtliche Reiter allerdings wieder bei Null. Mit 16 Strafpunkten an 33. Stelle liegend wäre auch Werner Muff noch qualifiziert gewesen. Er scheidet aber aus, weil pro Nation maximal drei Reiter im Einzel-Final startberechtigt sind.
Die erste Runde des Einzel-Finals wird von 12.00 bis 13.30 Uhr Ortszeit ausgetragen, die zweite Runde von 14.45 bis 16.05 Uhr Ortszeit. Das Schweizer Fernsehen überträgt auf SF2 zwischen 13 und 17.15 Uhr (Schweizer Zeit), auf RTS deux von 13 bis 14.30 Uhr (erste Runde) und von 15.45 bis 17.5 Uhr (zweite Runde).

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SVPS - Olympia Newsletter / Nr. 5 vom 5. August 2012

Schweizer Springreiter nach der ersten Runde im Nationenpreis auf Rang 2


Sensationeller Auftakt der Schweizer Springreiter im olympischen Mannschafts-wettbewerb: Nach der ersten Runde im Nationenpreis liegt die Equipe von Urs Grünig mit einem Total von nur 4 Strafpunkten auf dem 2. Zwischenrang. Allerdings teilt sich die Schweiz diesen zweiten Platz mit den punktgleichen Briten, Holländern und Schweden.
In Führung ist überraschend Saudi Arabien mit nur einem Strafpunkt. Auf Rang 6 liegt Kanada mit total 5 Strafpunkten, den 7. Platz teilten sich Brasilien und die USA mit je 8 Strafpunkten. Nicht mehr unter den acht besten Teams, die morgen den Team-Final bestreiten, sind die Mannschaften aus Deutschland, Belgien, Frankreich, Australien, Mexiko, der Ukraine und Chile.
«Ich bin mit dem heutigen Ergebnis und der ausgeglichenen Teamleistung überglücklich», sagt Equipenchef Urs Grünig. «Die Ausgangslage für die Medaillenentscheidung ist damit optimal, auch wenn die acht Teams alle sehr nah beisammen liegen.»
Der heutige Parcours mit seinen 13 Hindernissen und 17 Efforts war fair, aber dem Anlass entsprechend technisch schwer aufgebaut, klassierte stark und sorgte auch bei zahlreichen Favoriten für Fehler.
Startreiter Steve Guerdat ritt um exakt 13.04 Uhr Ortszeit in die Arena und begann seine Runde souverän und mit grosser Sicherheit. Bei Hindernis Nummer 11, einem luftigen, roten Steilsprung, streifte Nino de Buissonnets die oberste Planke und das Paar musste sich vier Strafpunkte notieren lassen. Paul Estermann wurde am Schweizer Fernsehen angekündigt, als «der Mann, der fast nie einen Fehler begeht» und wurde dieser Erwartung erneut gerecht: Mit der überlegen springenden Castlefield Eclipse blieb der 49-jährige Championats-Debütant erneut fehlerfrei. Der Ritt von Werner Muff und Kiamon erinnerte an denjenigen von Guerdat: Das Paar begann sicher und blieb fehlerfrei bis zum elften Hindernis, dem roten Steilsprung, bei dem nun auch hinter Muff die Planke fiel. Mit Glück am letzten Hindernis rette sich das Paar mit 4 Strafpunkten ins Ziel. Schlussreiter Pius Schwizer mit Carlina IV rehabilitierte sich nach seinem gestrigen Auftritt mit zwei Abwürfen in der ersten Qualifikation mit einem überzeugenden Nullfehlerritt. «Ich bin erleichtert und froh darüber, dass ich heute meinen Teil zu einem guten Teamergebnis beitragen konnte», sagte der 49-jährige.
Morgen Montag, 6. August, wird der zweite und entscheidende Umgang im olympischen Nationenpreis zwischen 14.00 und 16.45 Uhr Ortszeit (15 bis 17.45 Uhr MEZ) ausgetragen. Das Schweizer Fernsehen SF überträgt den Team-Final auf SF2 (15.00 bis 18.15 Uhr) und auf RTS deux (15.00 bis 17.45 Uhr).
Für die Schweiz wird wiederum Steve Guerdat als erster an den Start gehen, gefolgt von Paul Estermann, Werner Muff und Schlussreiter Pius Schwizer.

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Drei Luzerner fühlen sich bereit für den grossen Sprung

NLZ: Drei Luzerner fühlen sich bereit für den grossen Sprung vom 04.08.2012 (PDF, 695 KB)

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SVPS - Olympia Newsletter / Nr. 4 vom 4. August 2012

Die Schweizer Springreiter sind ausgezeichnet in die Einzelqualifikation gestartet
Die olympischen Wettbewerbe der Springreiter sind heute mit der ersten Qualifikation, einem Springen der Wertung A (nach Fehlern ohne Zeit), lanciert worden. Der Parcours mit seinen zwölf Hindernissen stellte für die wenigsten eine unlösbare Herausforderung dar.
Für das Schweizer Team eröffnete Steve Guerdat mit Nino des Buissonnets als Startreiter. Der Jurassier legte eine saubere Nullfehlerrunde hin und zeigte sich entsprechend zufrieden: «Nino sprang hervorragend, ich hatte ein super Gefühl». Es folgte Paul Estermann mit Castlefield Eclipse, mit drei Doppelnullern in drei Nationenpreisen die Schweizer Entdeckung dieser Saison. Er überzeugte auch im ersten Olympia-Parcours und setzte seine Nuller-Serie fort. Ihm gleich tat es Werner Muff mit Kiamon. Die beiden Olympia-Debütanten waren voll des Lobes für ihre Pferde. Werner Muff zeigte sich zudem beeindruckt von den Zuschauern: «Bereits bei den ersten Startern waren die Tribünen voll besetzt, die Zuschauer lebten richtig mit.» Etwas weniger gut lief es dem Schweizer Schlussreiter Pius Schwizer auf Carlina IV. Er musste zwei Fehler in Kauf nehmen. «Ich hatte ein sehr gutes Gefühl auf dem Abreitplatz, die zwei Fehler hatte ich wirklich nicht erwartet.»
Equipenchef Urs Grünig war mit der Mannschaftsleistung natürlich glücklich: «Ich bin mit dem Gesamtergebnis sehr zufrieden, alle haben sich gegenseitig unterstützt, die Teamarbeit klappte hervorragend. Wir dürfen mit berechtigtem Optimismus dem Nationenpreis entgegen blicken.»
In der Qualifikation für den Einzelfinal vom 8. August sind noch alle Schweizer mit dabei. Nur noch die besten 60 Paare von heute sind in dieser Wertung für Morgen startberechtigt, all jene mit 8 Strafpunkten liegen aber genau auf dem 60. Rang, was auch für Pius Schwizer noch alles offen lässt.
Morgen Sonntag, 5. August, beginnt der Kampf um die olympischen Mannschaftsmedaillen mit dem ersten Umgang im Nationenpreis (11.00 bis 14.15 Uhr Ortszeit, 12.00 bis 15.15 MEZ), wobei die Einzelreiter vor den Teamreitern starten. Diese erste Runde gilt als Qualifikation für den zweiten Umgang vom Montag, 6. August (14.00 bis 16.45 Uhr Ortszeit, 15.00 bis 17.45 Uhr MEZ), zu dem allerdings nur noch die besten acht von insgesamt 15 teilnehmenden Teams zugelassen sind.
Gemäss den Rangierungen der Springreiter in der heutigen Qualifikation, wird die Schweiz Morgen als zweitletzte Equipe (zuerst starten die Einzelreiter, danach alle Reiter der heute im 9. – 15. Rang platzierten Nationen, anschliessend die Top 8 Nationen in umgekehrter Reihenfolge; der erste Schweizer Reiter startet voraussichtlich nicht vor 12.30 Uhr) in den Nationenpreis starten. Die Reihenfolge innerhalb des Teams hat Equipenchef Urs Grünig wiederum wie folgt festgelegt: Auf Startreiter Steve Guerdat folgen Paul Estermann und Werner Muff vor Schlussreiter Pius Schwizer.***********************************************************************************************************************************************

Bild_der_mannschaft1Das Team der Schweiz***********************************************************************************************************************************************

SVPS - Olympia Newsletter / Nr. 3 vom 3. August 2012

Schweizer Springreiter mit erfolgreicher erster Aufwärmrunde – und als Federers Glücksbringer
Die Springreiter aller 26 teilnehmenden Nationen absolvierten heute ab 17 Uhr (Ortszeit) in der Olympia-Arena eine erste Aufwärmrunde. Dabei standen jedem Einzel-, Team- und Reservereiter je 90 Sekunden zur Verfügung, in denen er eine frei wählbare Anzahl von Hindernissen bewältigen konnte. Die Schweiz mit Clarissa Crotta, Paul Estermann, Steve Guerdat, Werner Muff und Pius Schwizer war als 14. Nation an der Reihe. «Unsere Pferde haben sich alle ausgezeichnet präsentiert», sagte Coach Markus Fuchs, der ausserdem die optimalen Bedingungen im Greenwich Park lobte: «Die Anlage ist toll, es ist beachtlich, was hier auf die Beine gestellt wurde!»
Für Ersatzreiterin Clarissa Crotta und West Side van Meerputhoeve war dies der voraussichtlich letzte Auftritt in der Olympia-Arena. Geschieht nichts Unvorhergesehenes mehr, reist ihr Pferd morgen gegen 16 Uhr zusammen mit dem deutschen Ersatzpferd zurück.
Am Vormittag hatten bereits sämtliche Schweizer Springreiter ausser Steve Guerdat und Pius Schwizer die Gelegenheit genutzt, ihre Pferde während 15 Minuten in der Greenwich-Arena zu bewegen und sie mit der Umgebung vertraut zu machen. Während Schwizer Medientermine wahrnahm und Clarissa Crotta sich mit Verwandten traf, fuhren Teamleaderin Evelyne Niklaus, Equipenchef Urs Grünig, Coach Markus Fuchs sowie Paul Estermann, Steve Guerdat und Werner Muff am Mittag nach Wimbledon, um sich den Tennis-Halbfinal zwischen Roger Federer und dem Argentinier Juan Martin Del Potro anzusehen. «Das war für alle eine willkommene Abwechslung», sagte Evelyne Niklaus. Obwohl der Match hochspannend war, mussten die Springreiter nach dem zweiten Satz das Stadium verlassen, um rechtzeitig für das Warmup zurück in Greenwich zu sein. Trotzdem haben sie Roger Federer Glück gebracht: Er gewann das Spiel nach fast viereinhalb Stunden.
Ab morgen Samstag, 4. August, gilt es erst für die Springreiter: Sie starten um 10.30 Uhr zur ersten Qualifikation. Die Einzelmedaillen werden in drei Prüfungen mit fünf Parcours entschieden: In dieser ersten Qualifikation, den zwei Nationenpreisrunde, die als zweite und dritte Qualifikation zählen, sowie dem Einzelfinale mit zwei Umgängen. Zur Mannschaftswertung zählen nur die beiden Umgänge des Nationenpreises, die am Sonntag, 5. August (Runde A, 11.00 bis 14.15 Uhr), und Montag, 6. August (Runde B, 14.00 bis 16.45 Uhr), über zwei unterschiedliche Parcours geritten werden.
Die Schweizer treten morgen zur ersten Qualifikation in folgender Reihenfolge an: Startreiter ist Steve Guerdat, dann folgen Paul Estermann und Werner Muff vor Schlussreiter Pius Schwizer.***********************************************************************************************************************************************

Link auf den Zeitplan und die Ergebnisse der Olympiade 2012

http://www.london2012.com/equestrian/schedule-and-results/***********************************************************************************************************************************************

TV-Übertragungen auf SF2

Samstag, 4. August 2012 12.30 bis 15.15 Uhr Springen Einzel/Team 1. Qualifikation
Sonntag, 5. August 2012 12.00 bis 15.15 Uhr Springen Team, 1. Runde
Montag, 6. August 2012 15.00 bis 18.15 Uhr Springen Team, 2. Runde (Final)
Mittwoch, 8. August 2012 13.00 bis 17.15 Uhr Springen Einzel (Final)

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SVPS - Olympia Newsletter / Nr. 2 vom 2. August 2012

Schweizer Olympia-Pferde bestehen alle den ersten Vet-Check


Von ihren Grooms auf Hochglanz gebürstet und fein säuberlich herausgeputzt, präsentierten sich heute Abend gegen 18.30 Uhr (Ortszeit) die Schweizer Olympiapferde an der ersten Pferdeinspektion. Auf hartem Untergrund trabten Carlina IV, Castlefield Eclipse, Kiamon, Nino des Buissonnets und West Side v. Meerputhoeve an der Hand ihrer Reiter rsp. Reiterin vor den strengen Augen der Olympia-Veterinäre. Diese hatten nichts zu beanstanden: «Accepted!», also akzeptiert, ertönte es nach jedem einzelnen Schweizer Pferd.
«Das haben wir auch so erwartet. Unsere fünf Springpferde sind gesund, munter und in Bestform», sagte Team-Veterinär Thomas Wagner.
Heute Vormittag sind die Pferde bereits locker bewegt worden, bevor ihre Reiter wieder in die Londoner City reisen mussten: Um 12 Uhr stand der Disziplinen-Treff mit Swiss Olympic auf dem Programm. «Das Interesse war gross, es waren zahlreiche Journalisten von verschiedenen Medien sowie das Schweizer Fernsehen vor Ort», sagt Teamleaderin Evelyne Niklaus.
Morgen Freitag, 3. August, heisst es früh aufstehen für die Pferde, Grooms und die Reiter: Bereits um 6.15 Uhr ist für das Schweizer Team ein Termin zur «Arena familiarization», also zur Angewöhnung an die Arena, angesetzt. Während 15 Minuten dürfen die Reiterinnen und Reiter ihren Pferden dann die Wettkampfarena im Greenwich Park zeigen. Das erste Warm-up findet ebenfalls morgen statt und zwar zwischen 17.00 und 19.30 Uhr. Den vier Teamreitern Paul Estermann, Steve Guerdat, Werner Muff, Pius Schwizer sowie der Ersatzreiterin Clarissa Crotta stehen rund 90 Sekunden zur Verfügung, um einige Sprünge zu absolvieren.

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SVPS - Olympia Newsletter / Nr. 1 vom 1. August 2012

Schweizer Springreiter und ihre Pferde sind wohlbehalten in London eingetroffen


Fit und munter sind die fünf Schweizer Springpferde heute gegen Mittag bei den Stallungen im Greenwich Park, der Austragungsstätte der olympischen Pferdesport-Wettbewerbe, aus dem Transportlastwagen gestiegen. «Sie haben die Anreise alle sehr gut überstanden», bescheinigte auch der Schweizer Team-Veterinär Thomas Wagner nach einem kurzen Check der Vierbeiner.
Carlina IV, Castlefield Eclipse, Kiamon, Nino des Buissonnets und West Side v. Meerputhoeve hatten die Schweiz gestern Dienstag am frühen Morgen in Richtung Frankreich verlassen. Nach einer ruhigen Fahrt sind sie gegen Abend in einem Stall in der Nähe von Calais eingetroffen, wo sie die Nacht verbrachten. Heute Mittwoch ging es frühmorgens mit der Fähre über den Ärmelkanal und weiter durch Südengland bis nach London, wo frisch eingestreute Boxen auf die vierbeinigen Athleten warteten.
Die vier Springreiter Paul Estermann, Steve Guerdat, Werner Muff, Pius Schwizer, Ersatzreiterin Clarissa Crotta sowie Equipenchef Urs Grünig und Coach Markus Fuchs sind bereits gestern Nachmittag per Flugzeug in London eingetroffen. «Der Transfer ins olympische Dorf verlief zügig», sagt Teamleaderin Evelyne Niklaus, die sich bereits seit Samstag in der Olympiastadt um die letzten Vorbereitungen kümmert. Bei einem gemeinsamen Mittagessen in der grossen «Dining Hall» kamen die Schweizer Springreiter erstmals in Kontakt mit weiteren Athleten aus aller Welt.
Danach folgte der Bezug der Doppelzimmer: Equipenchef Urs Grünig teilt sein Zimmer mit Coach Markus Fuchs, Werner Muff und Steve Guerdat sind Zimmergenossen ebenso wie Paul Estermann und Pius Schwizer während sich Clarissa Crotta mit der Tessiner Weitspringerin Irene Pusterla einrichten wird, die in den nächsten Tagen eintrifft. Später verbrachten die Pferdesportler und die Offiziellen einen gemütlichen Abend im House of Switzerland, das unmittelbar neben der berühmten London Bridge liegt, und wurden vom Schweizer Missionschef Gian Gilli offiziell begrüsst.
Heute besichtigten die Schweizer Springreiter erstmals das Wettkampf-Gelände im Greenwich Park und zeigten sich vor allem beeindruckt von der Bauweise der Anlagen, die zur Schonung des Bodens auf Pfeilern errichtet wurden. Während die Grooms die Boxen einrichteten und mit Schweizer Fahnen dekorierten, vertraten sich die Pferde bei einem leichten Training die Beine.
Morgen Donnerstag, 2. August, steht für die Schweizer Pferdesport-Delegationen um 12 Uhr der Disziplinen-Medientreff von Swiss Olympic auf dem Programm, wo sie interessierten Journalisten Red und Antwort stehen. Am Abend gilt es dann ab 17 Uhr für die teilnehmenden Pferde erstmals ernst mit dem Vet-Check.

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Bericht in der Neue Luzerner Zeitung vom 24. Juli 2012

Neue Luzerner Zeitung 24. Juli 2012 (PDF, 525 KB)

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Interview mit Paul Estermann vom 17. Juli 2012 auf DRS 1 Interview anhören

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Paul Estermanns Ansprüche erfüllt

11-07-2012
Pferdewoche

Paul Estermann hat in der Super League mit drei Doppelnullern ein Kunststück vollbracht, das bisher noch keinem Schweizer Springreiter gelang. Er hat sich damit den definitiven Olympiastartplatz gesichert.

Bei drei Einsätzen in Nationenpreisen der schwersten Liga erzielte der Landwirt aus Hildisrieden drei Doppelnuller. Selbstredend wecken solche Erfolge Begehrlichkeiten, die der Luzerner auch offen aussprach: «Nach meiner Meinung habe ich Anspruch auf einen Platz im Team von London. Selbstverständlich akzeptiere ich jeden Entscheid der Selektionäre. Meine Vorbereitungen werde ich aber so gestalten, wie wenn ich einen fixen Startplatz erhalte», sagte er noch am Wochenende in Aachen. Er wird die Stute Castlefield Eclipse vor der Abreise in die englische Metropole in leichten Springen am CSI Ascona einsetzen.

Paul Estermann hoffte in Aachen noch, dass seine Ansprüche erfüllt werden. Jetzt hat er Gewissheit. Gestern Dienstag entschied die Selektionskommission des Schweizerischen Verbandes für Pferdesport in Absprache mit Swiss Olympic, dass er in der Olympiamannschaft von London einen fixen Startplatz erhält. Neue Ersatzreiterin ist Clarissa Crotta mit West Side.

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Paul und Milly

Estermann erhält fixen Olympia-Startplatz

11-07-2012
Neue Luzerner Zeitung

Freudige Nachricht für Springreiter Paul Estermann: Nach seinen starken Leistungen in den vergangenen Wochen hat Swiss Olympic den 49-Jährigen aus Hildisrieden zum Fixstarter bei den Olympischen Spielen in London befördert.

Paul Estermann, der mit seiner zehnjährigen Irländer-Stute «Castlefield Eclipse» ursprünglich als Ersatzreiter vorgesehen war, nimmt den Platz von Clarissa Crotta ein. «Bei seinem momentanen Formstand sowie mit seiner Ruhe und Abgeklärtheit wird Paul Estermann einen wertvollen Beitrag zum bestmöglichen Mannschaftsergebnis liefern», erklärt Equipenchef Urs Grünig den vom Verband bei Swiss Olympic beantragten Wechsel.

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Paul Estermann und Castlefield Eclipse

Paul Estermann drängt sich für London auf

5-07-2012
Neue Luzerner Zeitung

Frankreich gewinnt vor Deutschland den prestigeträchtigen Nationenpreis am CHIO Aachen. Paul Estermann aus Hildisrieden drängt sich mit einem Doppelnuller für Olympia auf.

Nur einen Zähler hinter Irland (20 Punkte) belegte die Schweizer Equipe mit dem überragenden Paul Estermann auf Castlefield Eclipse Rang vier und rückte im Nationen-Gesamtklassement nach fünf von acht Team-Wettbewerben hinter Deutschland zu Holland auf Platz zwei auf.

Nur einen Zähler hinter Irland (20 Punkte) belegte die Schweizer Equipe mit dem überragenden Paul Estermann auf Castlefield Eclipse Rang vier und rückte im Nationen-Gesamtklassement nach fünf von acht Team-Wettbewerben hinter Deutschland zu Holland auf Platz zwei auf.

Doppelnull in Rom, Doppelnull in Rotterdam und nun Doppelnull in Aachen - Paul Estermann hat sich für die Olympischen Spiele aufgedrängt. Die Selektionskommission der Schweiz wird auf ihren voreiligen Entscheid für London zurückkommen müssen. Die Souplesse und Souveränität des Luzerners und seiner zehnjährigen Irländer-Stute Castelfield Eclipse verblüffte. Von mangelnder Erfahrung oder Respekt vor grosser Kulisse und weitem Oval keine Spur. Der Olympia-Ersatzreiter bewies einmal mehr Klasse und muss zum Fixstarter erklärt werden.

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Fünfter Platz in Rotterdam

22-06-2012
Pferdewoche

Die Schweizer Springreiter-Equipe kämpfte sich in Rotterdam nach dem letzten Zwischenrang nach der ersten Runde noch auf den fünften Schlussrang. Deutschland erzielte nach Rom den zweiten Saisonsieg und übernahm die Führung in der Zwischenwertung. Die Schweiz verbleibt an vierter Stelle.

Die in jeder Beziehung überragende Leistung im Schweizer Team zeigte Paul Estermann. Auf der zehnjährigen aus Irland stammenden Stute Castlefield Eclipse blieb er wie schon im Nationenpreis von Rom in beiden Runden ohne jeden Makel. Neben Estermann konnte nur die Schwedin Malin Baryard mit einem Doppelnuller glänzen. Steve Guerdat musste auf Nino des Buissonnets in jedem Durchgang einen Fehler akzeptieren. Janika Sprunger mit dem neunjährigen Franzosen-Wallach Baloubet d¹Halong konnte sich wie schon in St. Gallen nach einem verpatzten ersten Umgang in der Reprise mit einer Blankorunde rehabilitieren. Gar nicht nach Wunsch glückten die Auftritte von Claudia Gisler, die mit Touchable zwei Mal (11 + 8) das Streichergebnis lieferte.

Estermann, der am Sonntag seinen 49. Geburtstag feiert, hat sich im Vorfeld mit dem Doppelnuller ein besonderes Geschenk gemacht. Mit den Leistungen von Rom und Rotterdam wird der Luzerner Landwirt zu einem seriösen Anwärter auf einen Platz im Olympia-Team.

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Grossartiger zweiter Platz in Rom

26-05-2012

Pferdewoche


Die Schweizer Springreiter haben in der zweiten Etappe der Super-League in Rom alle Erwartungen übertroffen und den unerwarteten zweiten Platz hinter Weltmeister Deutschland und vor Belgien belegt.

Die überragende Leistung im Team zeigte Paul Estermann mit Castlefield Eclipse, der in beiden Umgängen ohne jeden Makel blieb. Der 49-jährige Routinier brachte sich damit ins Gespräch für weitere Aufgebote auf höchster Stufe und gab zugleich eine Empfehlung als Kandidat für Olympa ab. Zu überzeugen wussten auch Simone Wettstein mit Cash and Go und Clarissa Crotta mit Westside. Beide Reiterinnen hatten in der ersten Runde ein Versehen und blieben in der Reprise fehlerlos. Weniger glücklich kämpfte Janika Sprunger mit Uptown Boy die ihre Umläufe mit vier, bzw. acht Punkten beendete.

Die Schweizer starteten wie in vor zwei Wochen in La Baule in der zweiten Runde zu einer veritablen Aufholjagd und blieben auf der berühmten Piazza di Siena als einzige Mannschaft ohne Fehler.

Selbstredend war Equipenchef Urs Grünig überaus zufrieden: «Eine super Leistung unserer Reiter, sie haben grossartig geritten und den unerwarteten Podesplatz geschafft.»

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© Reitsportcenter Estermann, Switzerland